Tandemporträt aus dem Projekt "Ausblicke"

Sebastian und Omeed
Sebastian und Omeed

Das Porträt ihres Tandems haben Omeed (19 Jahre, Auszubildender Berufskraftfahrer) und Sebastian (35 Jahre, Angestellter im Hochschuldienst) aus Anlass des 5 jährigen Jubiläums des Landesprogramms Mentoring im Oktober 2018 erstellt. Beide arbeiten im Projekt Ausblicke seit September 2016. Anhand eines vom Landesprogramm Mentoring erstellten Leitfadens ziehen sie eine Zwischenbilanz ihrer Zusammenarbeit.

Wann war euer Beginn? Welchen Anlass gab es für euch?

Die Zusammenarbeit haben wir im September 2016 aufgenommen; Mentee als auch Mentor waren einfach neugierig und sind ohne konkrete Erwartungen in das Projekt gestartet.

Wie seid ihr auf das Projekt aufmerksam geworden?

Sebastian (Mentor): Kennengelernt habe ich das Projekt 'Ausblicke' auf einer Ausbildungsmesse in Berlin / Wedding, auf der das Unionhilfswerk mit einem Informationsstand zu den verschiedenen Projekten durch eine Mitarbeiterin vertreten war.
Omeed (Mentee): Kennengelernt habe ich das Projekt durch das Vorstellen im Unternehmen; zudem hat mir mein Ausbilder das Projekt empfohlen.

Welche Erlebnisse, Erfolge oder Misserfolge habt ihr bislang zusammen gemeistert?

Omeed (Mentee) hat trotz anfänglich häufiger Zweifel und Startschwierigkeiten im Unternehmen die Ausbildung nicht abgebrochen. Durch die Ausbildung schmiedet er bereits weitere Zukunftspläne, z.B. strebt er nach dem Abschluss seiner Ausbildung eine Fortbildung zum Fahrschullehrer an und möchte sich später gerne selbstständig machen und mit jungen Menschen arbeiten. Als Misserfolge seiner Ausbildung sieht Omeed die (wenigen) Verkehrsunfälle an, die er seit Start seiner Ausbildung bereits miterleben musste. Glücklicherweise blieb er immer unverletzt. Diese negativen Erlebnisse haben ihn dennoch nicht aufgeben lassen und er hat sich trotz mulmiger Gefühle nach jedem Unfall immer wieder ans Steuer gesetzt und Mut bewiesen. Diese Erfahrungen machten Omeed vorsichtiger, behutsamer und noch aufmerksamer im Straßenverkehr.

Welche Rolle hat die Begleitung über das Projekt gespielt?

Die Begleitung macht es möglich einfach mal Dampf abzulassen, seinen Sorgen und Ängsten freien Lauf zu lassen und zu wissen, jemand versteht mich. Nicht nur der Austausch über den Alltag sondern auch die Ratschläge und Tipps waren oft hilfreich. Durch Reden einfach mal das eigene Verhalten selbstreflektieren, um auch das Verhalten anderer gegenüber einem selbst besser verstehen zu können und Vorfälle/ Streitigkeiten im Nachhinein als nicht mehr so "kritisch" zu sehen.

Welches Erlebnis, welcher Moment ist euch besonders in Erinnerung geblieben?

Sebastian:
Jener Tag, als ich mit Omeed zum ersten Mal im Linienbus mitgefahren bin. Im weißen Hemd aufrecht am Steuer sitzend hat er alles sehr souverän gemeistert, war sehr aufmerksam und umsichtig und vor allem sehr nett und geduldig im Umgang mit seinen Fahrgästen. Das war der Moment in dem ich als Mentor realisierte, dass Omeed durch seine Ausbildung herangewachsen war, reifer geworden war und seinen Beruf und das Konzept "Ausbildung" versteht. Ich war in diesem Moment sehr stolz auf ihn und bin es auch heute noch!

Omeed: Der Punkt an dem ich mich dazu entschieden habe die Ausbildung definitiv durchzuziehen, trotz meiner anfänglich großen Zweifel. Bereut habe ich es bis jetzt dennoch nicht.

Welcher Spruch beschreibt eure Zusammenarbeit am besten? Habt ihr ein Motto?

Ein wirkliches Motto haben wir nicht. Zusammen haben wir aber festgestellt, dass die Grundpfeiler unserer Zusammenarbeit Vertrauen, Respekt, Ehrlichkeit, Verständnis und Ermutigung lauten. In Summe ergeben sie als Akronym (la) VERVE - französisch für Begeisterung und Schwung. Nichts könnte besser beschreiben, warum unsere Zusammenarbeit schon so lange und erfolgreich läuft!

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, ein Portrait von euch zu entwerfen und für unsere Öffentlichkeit freizugeben.

Rieke Häfner-Wernet
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